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Friedensfestival von Sankt Vith : FIAN informiert über verheerende Auswirkungen des Goldabbaus in Burkina Faso.

Noch vor kurzem lebten die Menschen in der Gegend von Essakane (Burkina Faso) ganz gut von Viehzucht, etwas Ackerbau und handwerklichem Goldabbau. Harte Arbeit zwar, mühsam und gefährlich, denn das Gestein musste aus engen, senkrechten Schächten der Erde abgewonnen, dann zerstampft und gesiebt werden. Aber, wenn man Glück hatte, ein guter Nebenverdienst.

Dann erfuhr ein industrielles Unternehmen aus Kanada von dem besonders goldhaltigen Gestein und erhielt von der Regierung Burkina Fasos das Recht, dort industriellen Abbau zu betreiben. 13 Dörfer, insgesamt 11 000 Personen, wurden umgesiedelt, mit verlockenden Versprechungen des Unternehmens : neue Ackerflächen, Häuser und Arbeit in der Mine. Aber die neuen Landparzellen sind für den Ackerbau ungeeignet. Häuser wurden manchen von ihnen zur Verfügung gestellt, aber schon nach einem Jahr wiesen sie breite Risse auf. Zugang zu Wasser haben die Menschen nicht mehr : die Mine versorgt sie per Tankwagen mit rationiertem Trinkwasser. Fast niemand hat Arbeit in der Mine gefunden, weil das Management aus Kanada kommt und die Arbeiter qualifiziert sein müssen. Der Tagebau hinterlässt riesige Löcher, Lastwagen rollen unaufhörlich vorbei und wirbeln mächtige Staubwolken auf, die einem den Atem nehmen. Währenddessen werden die Rendite des Goldabbaus zu 90 % ausgeführt ; die Regierung erhält etwa 10%, und die Betroffenen selbst gehen leer aus. Ihre Rechte werden auf der ganzen Linie missachtet.

Von dieser Situation berichtete in Sankt Vith Talatou Boukari, Vertreter der betroffenen Gemeinschaften, im Anschluss an die Projektion des Films « WOHLSTAND UNTER DER ERDE ».
Herr Boukari ist seit 14 Tagen in Europa unterwegs, um in den Niederlanden, Schweden und Belgien die Öffentlichkeit und Vertreter der Politik für diese Probleme zu sensibilisieren in der Hoffnung auf Hilfe.
Unterstützt durch FIAN, Menschenrechtsorganisation für das Recht auf Nahrung, haben sich derweil in Burkina Faso die Zwangsumgesiedelten zusammengeschlossen und Forderungen aufgestellt, die den Menschenrechtsverletzungen ein Ende bereiten und ihnen ein Leben in Würde erlauben könnten. Mit diesen ihren Forderungen suchen ihre Sprecher zurzeit den Dialog mit dem kanadischen Unternehmen.