Wie die « Richtlinien zum verantwortungsvollen Umgang mit Land » beitragen können zur Veränderung der europäischen Landnutzungspolitik.

Erinnern Sie sich : am 17. April, anlässlich des Welttages der Bauernkämpfe, haben wir die Veröffentlichung eines neuen Berichts der „Europäische Koordination der Via Campesina“ und der Allianz „Hände weg vom Land“ , an der FIAN beteiligt ist, angekündigt. Dieser Bericht zeigt, dass Landraub und schwieriger Zugang zu Land heutzutage auch in Europa akute Probleme sind.

Der Bericht trägt den Titel "Konzentration von Land, Land Grabbing und Kämpfe der Völker Europas". Seinen Verfassern zufolge betrifft die Konzentration von Landbesitz und der Landraub nicht nur die Entwicklungsländer des Südens. Heute ist auch Europa betroffen. Der Bericht zeigt ebenfalls, dass die Subventionsregelung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und andere Maßnahmen in vielerlei Hinsicht miteinander verknüpft sind.
Lesen Sie das Pressekommuniqué vom 17. April in seiner Gesamtheit hier

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung im April, war der Bericht noch nicht ganz abgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt war die Einleitung noch nicht ganz fertig und es fehlte noch das letzte Kapitel, das nun verfügbar ist und den Titel trägt : „The myth of good land and natural resource governance in Europe : What the case studies reveal and how the CFS Tenure Guidelines on land, fisheries and forests provide guidance to revise European land policies“ (Übersetzt : Der Mythos eines guten Umgangs mit Land und natürlichen Ressourcen in Europa : Was die Fallstudien offenbaren und wie die Richtlinien der FAO zum verantwortungsvollen Umgang mit Land dazu beitragen können, die europäischen Landnutzungspolitiken zu verändern.)
Dieses Kapitel wurde verfasst durch Claire Guffens und Florence Kroff (FIAN Belgium) sowie Philip Seufert (FIAN International). Es analysiert die „Richtlinien zum verantwortungsvollen Umgang mit Land“ der FAO und ihren potenziellen Nutzen im Zusammenhang mit der aktuellen Konzentration von Land und dem Landraub in Europa. Ausgehend von Fallstudien, die in dem Bericht dargestellt werden, betonen die Autoren die dringende Notwendigkeit, das derzeitige System der Landnutzung und des Umgangs mit natürlichen Ressourcen zu reformieren :
"Wir glauben, dass die Leitlinien ein höchst stichhaltiges und nützliches Werkzeug sind, ein Werkzeug, das erlaubt, Probleme zu identifizieren und dazu beizutragen, den verantwortungsvollen Umgang mit Land hier in Europa zu verbessern. Und angesichts der Rolle, die die EU und mehrere europäische Länder im Prozess der Formulierung und Aushandlung der Richtlinien gespielt haben, haben diese eine moralische und rechtliche Verantwortung, die Leitlinien sowohl auf nationaler Ebene als auch im Ausland umzusetzen.“

Lesen Sie das gesamte Kapitel (Englisch – die Übersetzung ist in Bearbeitung) im Bericht (in englischer Sprache)aktualisiert hier.

Die Zusammenfassung des Berichts auf Französisch finden Sie hier

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Kontakt : Claire Guffens – claire@fian.be - 02 640 84 17